Der Fußball lässt die Friedrich-Brüder nicht los

von Andreas Rabel

Die Brüder Martin, Gregor und Clemens Friedrich sind beim JFC Gera groß geworden und haben längst auch abseits des Rasens Erfolg.


Clemens, Gregor und Martin Friedrich (von links). (Foto: JFC Gera)

(OTZ, 30.06.20) Dreimal Friedrich im Abstand von sieben Jahren. Martin (32), Gregor (25) und Clemens (18) spielten alle beim JFC Gera, wollen die Zeit beim Jugendfußball-Club in Heinrichsgrün nicht missen. Die beiden älteren Brüder sind längst raus aus dem Juniorenalter, haben Fuß gefasst im Berufsleben, der Dritte im Bunde schickt sich an, ein Studium aufzunehmen. 

„Ich habe mich beworben, mich begeistern die Naturwissenschaften. Ich möchte physikalischen Maschinenbau studieren", sagt Clemens Friedrich. Der JFC Gera pflegt mit dem Thüringenligisten TSV Gera-Westvororte eine Kooperation, „doch das Studium, zumal in einer anderen Stadt, wird es mir nicht gestatten, regelmäßig nach Gera zum Training zu kommen". 

Doch Clemens Friedrich will nicht vom Fußball lassen, er jagt dem Leder viel zu gern nach – dann eben in einer unterklassigen Mannschaft in der Region. „Mal schauen, wo es mich hin verschlägt", sagt er und denkt ein wenig wehmütig an die nicht zu Ende gespielte Saison. Das hätte nämlich ein rundum gelungenes Fußballjahr werden können. 

Ungeschlagen an der Spitze

Die A-Junioren des JFC Gera stehen ungeschlagen an der Spitze ihrer Landesliga-Gruppe, das Finalspiel um die Thüringen-Meisterschaft war das Ziel - auch im Landespokal waren die Geraer noch im Rennen. „Das ist schon schade, dass aufgrund von Corona nichts mehr läuft. Mit einem Titel oder einem Pokal in der Hand fällt der Abschied leichter", sagt Clemens Friedrich. 

Doch Fußball spielen oder gar mit der Mannschaft feiern, das wird nicht mehr sein in dieser Saison. Das Abschiedsbild im JFC-Nachwuchszentrum in Heinrichsgrün ist geschossen und bekommt sicher einen Ehrenplatz bei ihm zu Hause. Der 18-Jährige hat beim JFC Gera alle Nachwuchsklassen durchschritten. Der Thüringen-Pokalsieg in der C-Jugend, mit einem 2:1-Finalerfolg gegen den FC Carl Zeiss Jena, der bleibt. 

Gregor Friedrich lacht, „da hat Clemens mir was voraus. Wir haben damals im Finale 1:2 gegen Jena verloren". Auch der 25-Jährige sieht die Zeit beim JFC Gera als prägend an. „Ich habe einiges mitgenommen, gelernt, wie wichtig es ist, teamfähig zu sein, wie schön es ist, wenn einer für den anderen da ist." 

Der mittlere der drei Friedrich-Brüder lebt inzwischen in Leipzig, hat sein Medizinstudium und seine Promotion abgeschlossen, und arbeitet als Assistenzarzt im Universitätsklinikum Leipzig. Wie es beim JFC Gera läuft, weiß er – da hielt ihn der jüngere Bruder stets auf dem Laufenden. Dass er seinem älteren Bruder sportlich nacheifern würde, sei klar gewesen. 

„In dem einen oder anderen Freundebuch in der ersten Klasse steht bestimmt als Berufswunsch Fußballprofi", sagt Gregor Friedrich und schmunzelt. Wie es gelaufen ist, so ist es gut gelaufen. Nicht jeder kann Profi werden. Mit Interesse verfolgt er den Weg von Jegor Jagupov. 

„Mit ihm war ich beim JFC in einer Mannschaft, sein Stürmertalent war damals schon zu sehen." 

Aktuell spielt Jagupov beim West-Regionalligisten Sportfreunde Lotte. Martin Friedrich, der älteste der drei Brüder, lebt mit seiner Familie in Dortmund, hat in Nürnberg-Erlangen Wirtschaftsmathematik studiert. Der 32-Jährige hat beim 1. SV Gera mit dem Fußball angefangen und spielte später beim JFC Gera. 

Von Saison zu Saison nach oben 

„Wir waren gut, aber wir mussten uns erst einmal von Saison zu Saison nach oben kämpfen", sagt er über die Anfänge. Als Co-Trainer betreute er auch die Mannschaft seines jüngeren Bruders. Auch in Dortmund fand er zunächst noch die Zeit, sich nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer bei den Grashüpfern Olpkebach im Fußball zu engagieren. 

Heute sehen sich die Friedrich-Brüder regelmäßig bei Spielen von RB Leipzig und auf den Familientreffen in Gera und es dauert nicht lange, da kicken die Friedrichs – mittlerweile in drei Generationen im Garten. Mit genauso viel Spaß und Ehrgeiz wie einst. Der Fußball lässt eben kaum einen los.



Aktuelle Ergebnisse
–– Freundschaftsspiele ––
16.07.
FC Thür. Jena4:8U13-Junioren
25. / 26.07.
SG Westvororte3:5Intl. Leipzig
Bad Berka II
10:1U12-Junioren
01. / 02.08.
SG Westvororte5
:0
SG Pforten
Bad Salzungen
2
:2
U16-Junioren
08. / 09.08.
U19-Junioren
:
Reichenbach
VFC Plauen
:
U16-Junioren
SG Westvororte
:
Meeraner SV
U17-Junioren

:
Bayern Hof


Training Corona
Probetraining

Vereinsspielplan

Spielgemeinschaft Männer (SG TSV Westvororte JFC Gera)

Ankündigung W&H-Cup

Auszeichnungen

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Vertrauen/Kinderschutz