Der JFC Allstar Talk - Teil 5 mit Bosse Struz

Am Dienstag hatten wir mit Bosse einen Winterneuzugang unserer Männer-SG zu Gast. Er ist jedoch kein Unbekannter. Seine Jugend verbrachte er unter anderem beim JFC Gera. Weiterhin lief er bereits in seinem ersten Männerjahr für die SG Westvororte/ JFC Gera auf. Lest selber:

Hallo, Bosse! Du trägst erst seit den C-Junioren das Trikot des JFC‘s. Wo hast du vorher gespielt und was hat dich dazu bewogen den Verein zu wechseln?

Hallo! Damals habe ich in der Jugend des Lusaner SC gespielt. Gemeinsam mit Felix Kühn und Lukas Trott, die dann ebenfalls zum JFC gewechselt sind, waren wir sehr erfolgreich. Es war auch eine coole Truppe. Ab den C-Junioren konnte mir Lusan keine höherklassige, sportliche Alternative bieten, weil sie zu diesem Zeitpunkt noch in der Kreisliga gespielt haben. Ich wollte jedoch unbedingt auf Landesebene kicken. Nach einem Spiel gegen den JFC Gera kam Steffen Hadlich auf mich zu. Das Spiel hatten wir ausgerechnet verloren, aber das war wahrscheinlich das Einzige gegen den JFC in meiner gesamten Jugend. (lacht) Das hat letztlich den Ausschlag gegeben, sodass ich mich dann für einen Wechsel entschieden habe. Bei meinen guten Freunden bin ich deswegen nicht in Missgunst gefallen. Manche konnten den Wechsel aber auch nicht nachvollziehen und waren mir etwas böse. Da stehe ich aber drüber.


Pokalfinale mit der U17, Aufstiegsspiele, Pokalsieg mit der U19 und Meister mit der U19. Du kannst auf einige Erfolge zurückblicken. Was verbindest du mit dem JFC Gera & an welchen Erfolg erinnerst du dich am liebsten?

Nicht ganz. Wir sind bereits bei den C-Junioren Thüringer Hallenmeister geworden und hatten uns für die NOFV Meisterschaft qualifiziert. Das war eigentlich mein erstes Turnier beim JFC, bei dem ich direkt gemerkt habe, dass ich mich mit dem Wechsel sportlich weiterentwickelt habe und es in die richtige Richtung geht. Das ist auf jeden Fall ein Punkt, an den ich gerne zurückdenke. Natürlich war der Double-Sieg 2016 ein Highlight in meiner Nachwuchslaufbahn. Mit Sicherheit das krasseste was ich fußballerisch erlebt habe.
Ich bin jede Woche gerne zum Training gegangen, weil ich dort meine Freunde getroffen habe. Das ist ja eigentlich auch die Hauptsache beim Fußball. Weiterhin hat mich natürlich der Spaß am Sport angetrieben.

Nach den U19-Junioren hast du dich unserer Männer-SG angeschlossen. Wie lief deine erste Saison im Männerbereich und was hast du für Erfahrungen gemacht?

Naja, ich habe zum ersten Mal so richtig auf der Bank gesessen. Ich hatte erstmals die Situation, dass ich in eine Mannschaft kam und nicht sofort gespielt habe. Zu Beginn meiner ersten Saison war ich lange im Urlaub, wodurch ich mich danach echt herankämpfen musste. Das Gefühl war für mich neu. In der Rückrunde hatte ich das Pfeiffer‘sche Drüsenfieber und bin relativ lange ausgefallen. In Folge dessen habe ich nicht mehr so richtig Fuß gefasst, sodass es alles ein bisschen aufs Gemüt geschlagen hat und ich auch sportlich nicht ganz zufrieden mit der Zeit war. Menschlich war es topp, ich habe mich mit jedem gut verstanden und die Mitspieler waren auch echt cool.


Nach einem Jahr bist du nach Leipzig gewechselt und wiederum 1 1/2 Jahre später wieder zurück zu Westvororte. Was war da los? Kamst du in Leipzig nicht zurecht?

Doch, in Leipzig bin ich relativ gut zurechtgekommen. Ich muss sagen, dass es auch eine echt schöne Zeit war. Die Spieler bzw. jetzt meine Freunde habe ich alle ziemlich liebgewonnen. Letzten Endes war die Verlockung mit meinen Freunden von Früher wieder zu spielen, mit denen ich viele Erfolge feiern konnte, zu groß. Außerdem hatte ich in zeitlicher Hinsicht wieder mehr Freiraum, weil sich mein Stundeplan auch wenig gelichtet hat. Dann kamen noch Lukas Kokott und Philipp Rehnelt auf mich zu und haben ein wenig nachgeholfen. So ist das passiert und deswegen habe ich mich für einen Wechsel zu SG entschieden.

Als Jura Student in Leipzig hast du sicherlich viel um die Ohren. Wie schaffst du das organisatorisch trotz des Studiums in Gera Fußball zu spielen?

Daran hat Clemens Bierbaum einen Mammut-Anteil. Er hilft mir sehr viel. Clemens fährt selber sehr oft von Leipzig nach Gera zum Training. Dadurch ist es mir immer möglich zum Training zu kommen. Ist das mal nicht der Fall, dann fahre ich auch mal mit dem Zug. Zumal ich ja auch erst seit dem Winter im Verein bin und seit Februar ebenfalls Semesterferien habe. Ich muss nur eine Hausarbeit schreiben, wodurch ich es dann immer nachmittags oder abends zum Training schaffe.


Wie bist du von der Mannschaft nach deinem Wechsel aufgenommen wurden und was für Ziele hast du mit dem Verein?

Die Mannschaft hat mich überragend aufgenommen. Die Rückkehr war alles in allem der richtige Schritt. Natürlich sind in der Mannschaft ganz, ganz viele alte Freunde, deswegen hat sich auch fast jeder gefreut mich wieder zu sehen. Ich habe mich natürlich genauso gefreut mit allen wieder auf dem Platz zu stehen.

Das erste Punktspiel ist für dich denkbar ungünstig gelaufen. Du bist kurz vor Schluss mit einer gelb-roten Karte vom Platz geflogen. Wahrscheinlich dein erster Platzverweis in der Karriere. Nichtsdestotrotz habt ihr 3 Punkte geholt. Wie hast du selber dein Comeback erlebt?

Es war tatsächlich der zweite Platzverweis. (lacht) In der U19 bin ich schon mal mit Gelb-Rot vom Platz geflogen. Ich hatte mir auch zwei Fouls erlaubt. Eins war echt unnötig, da habe ich einen weggeschubst.
An sich hat es mich erstmal gefreut von Anfang an gespielt zu haben. Das zeigt an sich, dass das Vertrauen der Trainer da ist und ich mich wohl auch in der Vorbereitung gut präsentiert habe. Da Spiel an sich hat auch viel Spaß gemacht. Ich glaube, wir konnten offensiv einige Akzente setzten, sonst hätten wir das Spiel ja auch nicht gewonnen. Der Platzverweis war natürlich besonders ärgerlich, weil ich die Mannschaft 10 Minuten vor Schluss geschwächt habe. Von Außen habe ich dann umso mehr mit gehofft und mit gefiebert hat, dass wir dieses 1:0 über die Zeit bringen, was letztendlich auch gelungen ist. Also halb so wild, aber bitter für mich, weil ich das nächste Spiel zuschauen musste.


Du hast jetzt einen direkten Vergleich zur sächsischen Landesklasse und Thüringer Verbandsliga. Gibt es da Unterschiede oder ist es ein ähnliches Niveau?

Als ich damals nach Leipzig gewechselt bin, habe ich im Vergleich zu unserem Training auf jeden Fall eine andere Härte gemerkt. Das hat mich eben auch weitergebracht. Ich habe davon extrem profitiert. Ich würde sagen, dass ich robuster im Zweikampf geworden bin. Spielerisch können die ersten 5 Teams der Landesklasse Sachsen wie Colditz oder Zwenkau in der Verbandsliga mithalten. Die sind schon sehr gut. Aber Westvororte, also wir, müssen uns da auch nicht verstecken und die Liga in Thüringen hat im Allgemeinen auch ein gutes Niveau.


Nach dem zweiten Spiel gab es ein Mannschaftsabend. Eine Tradition ist das Einstandssingen. Wie lief es bei dir?

Die Stimmung war an sich schon sehr gut, deswegen konnte man da schon nicht mehr viel falsch machen. Ja, ich habe mit Felix Kühn zusammen Country Roads gesungen und dann wurde sogar noch eine Zugabe gefordert. Da haben wir Sweet Carolin zum Besten gegeben. Es wurde ganz gut aufgenommen und es wurde auch mitgeklatscht. (lacht)

Du bist ein fester Bestandteil der JFC Allstars. Wie findest du die Initiative und wie liefen die zwei Hallenturniere?

Allgemein ist es eine coole Sache, weil man seine ganzen Kumpels, die man das Jahr nicht so oft sieht, wieder trifft. Man kommt zusammen und geht etwas Essen oder Trinken. Deswegen finde ich die Idee ziemlich gelungen. Dieses Jahr haben wir bei den BandenMasters einen richtigen Erfolg gefeiert. Im Finale haben wir nur knapp gegen RWE 1:2 verloren. Vielleicht sogar eins der letzten Turniere von RWE in ihrer Geschichte. (schmunzelt) Also haben wir da auch eine historische Rolle eingenommen. Schade, dass es am Ende nicht ganz gereicht hat.


Beim Mitternachtsturnier habe ich mit meinem Elfmeter leider eine leicht unrühmliche Rolle gespielt. Mein Tipp fürs Elfmeterschießen, nicht in die Mitte Schießen. (lacht) Flach in die Ecke schießen soll ganz gut sein. Ich denke, wenn wir im nächsten Jahr teilnehmen, klappt das vielleicht mit einem Sieg.

Du bist für deine gute Technik bekannt. Kannst du den Zuhörern ein paar Tipps geben, wie sie an ihrer Technik arbeiten können? Wie hast du sie damals trainiert?

Früher war es bei mir so, dass ich schon auf dem Schulhof Fußball gespielt habe. Ich bin dann nach Hause, habe meine Hausaufgaben gemacht und bin dann direkt entweder zum Training oder auf dem Bolzplatz gegangen. Dort habe ich fast jeden Tag mit Kumpels gespielt bis es dunkel wurde. Da hat man alles mögliche versucht, wie mit links Schießen etc. Das ging am Anfang gar nicht, aber das kam dann mit der Übung. Also üben, üben, üben.
Mein Leiblingstrick ist der klassische Übersteiger.


Lieblingsmannschaft: FC Bayern München

Lieblingsspieler: Thiago

Bester Mitspieler: Felix Kühn

Schönste Tor: Das Siegtor in der U19 im Spitzenspiel gegen Schott von der Mittellinie

Emotionalsten Moment: Pokalsieg mit der U19 gegen Heiligenstadt

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