Der JFC Allstar Talk - Teil 1 mit Jegor Jagupov

Vor ca. einer Stunde stand uns der ehemalige JFC Spieler Jegor Jagupov bei einem Live Talk auf Instagram Rede und Antwort. Hier ein Auszug aus dem Gespräch:

Kurz zur Person:
Jegor ist 24 Jahre alt und spielt momentan bei den Sportfreunden Lotte in der Regionalliga West. Er hat seine Jugend in Gera verbracht und hat unter anderem für den JFC Gera gespielt. Die Saison 2013/2014 war seine letzte Spielzeit im Trikot des JFCs, ehe er in den Männerbereich wechselte.

Wie bist du zum JFC Gera gekommen?

Ich bin damals die Jugendmannschaften des 1. SV Gera und später des 1. FC Gera 03 durchlaufen. Nachdem beide Vereine insolvent waren, hat Steffen Hadlich den Mut gehabt einen neuen Verein, den JFC Gera, zu gründen. Ich habe mich für diesen Schritt entschieden, da einerseits einige bekannte Gesichter beim JFC waren und andererseits kein anderer Verein der Stadt in der Verbandsliga gespielt hat. Mein Ziel war es immer so hoch wie möglich zu spielen, weswegen ich bis zu den A-Junioren beim JFC gespielt habe.


Wie blickst du auf die Zeit beim JFC Gera zurück?

Es war auf jeden Fall eine schöne, aber auch lustige Zeit. Mit vielen Spielern bin ich bis heute noch in Kontakt, wie mit Nick Oelsner. An meine letzte A-Junioren Spielzeit denke ich gerne zurück. Ich habe in der Saison 2013/14 31 Tore geschossen. Mit Nick habe ich unglaublich viele Doppelpässe gespielt und er hat mir einige Tore vorbereitet. Auf jeden Fall hat der JFC Gera schon immer eine gute Ausbildung angeboten. Auch noch jetzt verfolge ich das mit und finde es gut, dass auch die jüngeren Mannschaften immer oben mitspielen und weit im Pokal kommen.
Ich habe in meiner Zeit beim JFC Gera viele nette Menschen kennengelernt. Steffen Hadlich und Olaf Wenzel schreiben mir auch noch heute immer mal. Als ich letztens in Gera war habe ich mich auch mit Olaf auf einen Kaffee getroffen. Mich macht es stolz, dass sich so viele für meinen Werdegang interessieren und immer wissen wollen wie es mir geht.


Wie war danach dein Werdegang im Männerfußball?

Nach langen Diskussionen habe ich mich für die BSG Wismut Gera als erste Station im Männerfußball entschieden. Ein weiteres Angebot hatte ich vom TSV Gera-Westvororte, jedoch spielten diese damals noch in der Kreisoberliga. Mein Ziel war es wie gesagt immer so hoch wie möglich zu spielen, deswegen habe ich mich für die Verbandsliga Truppe entschieden. Mit 17 Jahren sammelte ich meine ersten Erfahrungen im Männerfußball unter Rene Grüttner und konnte direkt den Aufstieg in die Oberliga miterleben. In dieser habe ich ein weiteres Jahr gespielt, ehe Carsten Hänsel den Trainerposten bei der Wismut übernahm. Nach einigen Unstimmigkeiten landete ich bei Thüringen Weida und spielte wiederum 1 ½ Jahre Verbandsliga. Im Anschluss daran zog es mich erneut zu Wismut Gera. Zwar hatte ich schon höherklassige Angebote, jedoch wollte ich noch meine angefangene Ausbildung beenden. Ich habe die Ausbildung erfolgreich beendet und zudem noch eine gute Saison in der Oberliga gespielt. Im Sommer 2019 habe ich dann den Schritt zu den Sportfreunden Lotte in die Regionalliga West gewagt.

Nun bist du bei den Sportfreunden Lotte gelandet. Wie sind die Bedingungen dort und welche Erfahrungen konntest du in der Regionalliga West sammeln?

Es ist auf jeden Fall eine Umstellung. Die Regionalliga West ist wahr-scheinlich die stärkste Regionalliga in Deutschland, deswegen habe ich mich auch gegen die Regionalliga Nordost entschieden. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und bin nun Berufsfußballer. Hier sieht man die Stadien der Bundesligisten. Beim Gastspiel gegen die Zweitvertretung des BVB haben wir uns im Signal Iduna Park umgezogen. In den Katakomben bin ich Marco Reus, Axel Witsel und Lucien Favre begegnet. Außerdem hatte ich die Chance den Platz zu betreten. Das Rück-spiel auf Schalke hätten wir sogar in der Veltins Arena gespielt. Das wäre auch nochmal ein einmaliges Ereignis gewesen.
Ansonsten sind die Bedingungen super! Wir haben einen Trainingsplatz direkt neben unserem Stadion, weiterhin haben wir ein Fitnessstudio in der Kabine. Während des Trainings werden unsere Leistungsdaten von einem Polar Chip aufgezeichnet und später ausgewertet. Das ist schon ziemlich professionell und das gibt auch nicht bei vielen Regionalligis-ten. Am Anfang war es schon ein geiles Gefühl, ich habe mich wie ein Profi gefühlt. Ich muss mich um nichts kümmern, alles wird vorbereitet, die Sachen werden gepackt und hängen zum Spiel da.
Die Einsatzzeiten verliefen bisher nicht so wie ich mir das vorgestellt habe. Die Anfangszeit war sehr schwer und die Umstellung jeden Tag zu trainieren war sehr hart. Ich hätte mir das auch nie so krass vorgestellt. Lotte hat nach dem Abstieg aus der 3. Liga das Training etc. nicht umgestellt, sodass ich 10 kg abgenommen habe. Ich habe meine Zeit gebraucht, um mich an die Intensität zu gewöhnen, aber gerade in der Vorbereitung zur Rückrunde habe ich jedes Spiel gespielt. Im 3. Spiel habe ich mich dann leider am Knöchel verletzt und musste fast 2 Wochen pausieren, sodass ich in der Rückrunde wiederum nicht über die Jokerrolle hinausgekommen bin. In letzter Zeit war ich wieder gut in Form bis dann die Zwangspause, wegen des Corona Virus kam, aber die Gesundheit geht vor.

Wie geht Lotte mit der jetzigen Situation um und wie hältst du dich aktuell fit?

Es ist schwierig genau wie bei vielen anderen Vereinen. Ab April bekommen wir auch nur noch 60% unseres Gehalts. Ich hoffe, dass sich die fußballfreie Zeit nicht so lange hinzieht. Ansonsten wird es schwer für viele Vereine sich in der Liga zu halten.
Unser Interimstrainer gibt uns Trainingspläne mit Laufeinheiten, aber auch Stabi- und Kräftigungsübungen mit nach Hause. Wir schauen von Woche zu Woche. Die absolvierten Laufeinheiten werden über die Pulsuhr bzw. über die App Runtastic nachverfolgt.

Du warst ein Garant für schöne Tore bei den JFC Allstars. Warum hast du bei den Hallenturnieren im vergangenen Winter nicht mitgespielt?

Leider konnte ich diesen Winter nicht mitspielen. Ich wohne mit meiner Freundin zusammen im 500 km entfernten Osnabrück. Ich habe nicht so häufig die Möglichkeit zu meiner Familie in die Heimat zu fahren, weil wir fast jeden Tag trainieren. Nach dem letzten Punktspiel im Dezember bin ich direkt nach Gera gefahren. Über die Weihnachtsfeiertage habe ich mit meiner Familie die Zeit verbracht, auch wenn ich gerne bei den Hallenturnieren mitgespielt hätte.

Mein Tipp ist:
Glaubt immer an das was ihr tut. Harte Arbeit wird belohnt. Ich habe neben dem Fußballtraining viel Fitness gemacht, weil mir drei Mal die Woche Training zu wenig war. Ich habe zudem immer versucht meinen Körper und mich selbst fit zu halten. Selbstdisziplin ist sehr wichtig.

Kurze Antworten:

Schönstes Tor der Karriere:
BandenMasters gegen Wismut Gera
(https://www.fupa.net/…/f…/tor-halle-51-fc-thueringen-weida-0)

Bester Mitspieler: Dimitri Puhan

Emotionalsten Moment: 2:1 Siegtreffer gegen Altenburg in der Verbandsliga (Treffer zur Tabellenführung)


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